Elf Nächte zwischen Meer, Wüste und Bergen. Such dir aus, was dir gefällt.
1. – 12. Jänner 2027Sechs OrteMietwagen
Du wählst. Der Preis rechnet mit.
Unten stehen die Etappen. Bei jeder kannst du zwischen Unterkünften wählen — alle Preise am 8. November echt abgefragt, für zwei getrennte Zimmer. Bei jedem Haus kommst du per Link auf die Seite mit allen Fotos und Bewertungen. Rechts siehst du laufend, was zusammenkommt. Nichts ist gebucht.
Zwei Dinge vorweg. Der 1. Jänner ist ein Freitag — und der Ziegenmarkt in Nizwa ist nur Freitag früh. Deshalb liegt unsere Nizwa-Nacht auf Donnerstag, damit wir Freitag um halb sieben ohne Anfahrt dort stehen. Und für den Jebel Akhdar brauchen wir einen echten Allradwagen, sonst dreht uns die Polizei am Berg um.
Etappe 1
Muscat
Freitag 1. bis Montag 4. Jänner · drei Nächte
Sultan-Qaboos-Moschee · Rrburke, CC BY-SA 4.0Der Gebetssaal · Mostafameraji, CC BY-SA 4.0Al-Alam-Palast in der Altstadt · Diego Delso, CC BY-SA 4.0Corniche im Mondlicht · Omar AV, CC BY 3.0
Wir landen um Viertel nach drei in der Früh. Der erste Tag gehört dem Ankommen. Dann zwei ruhige Tage: die große Moschee am Vormittag, weil sie für Besucher nur zwischen acht und elf offen ist. Der Souk von Muttrah am Nachmittag, wenn es kühler wird. Und die Altstadt mit dem Palast und den zwei portugiesischen Festungen auf den Felsen.
🌙Wichtig: Wir kommen mitten in der Nacht an. Ich lasse mir vom Hotel schriftlich bestätigen, dass wir sofort aufs Zimmer können — sonst sitzen wir bis Nachmittag in der Lobby.
Etappe 2
Ras al Hadd
Montag 4. bis Mittwoch 6. Jänner · zwei Nächte
Grüne Meeresschildkröte, Ras al Jinz · F igy, CC BY 3.0Aus der Nähe · F igy, CC BY 3.0Bimmah Sinkhole an der Küstenstraße · Wusel007, CC BY-SA 3.0Treppe hinunter ins Wasser · Dr. Thomas Liptak, CC BY-SA 4.0
Die Fahrt an der Küste ist selbst der Programmpunkt. Wir halten am Bimmah-Sinkhole, einem türkisen Loch im Kalkstein direkt neben der Straße, mit Treppe hinunter. Danach das Wadi Tiwi — grüne Dörfer zwischen Dattelpalmen, in das man mit dem Auto weit hineinfahren kann. Abends die Schildkröten von Ras al Jinz. Im Jänner kommen weniger als im Sommer, fünf bis fünfzehn pro Nacht, dafür ist es angenehm kühl und man sieht oft frisch geschlüpfte Junge.
🚶Das berühmte Wadi Shab liegt auch an der Strecke — dort geht es aber fünf Kilometer über rutschige Felsbrocken und am Ende muss man in eine Höhle schwimmen. Mit deinem Rücken würde ich das Wadi Tiwi nehmen.
Etappe 3
Wahiba Sands
Mittwoch 6. bis Donnerstag 7. Jänner · eine Nacht
Kamele in den Wahiba Sands · albinfo, CC BY-SA 4.0Dünenkämme am Abend · Diego Delso, CC BY-SA 4.0Wadi Bani Khalid auf dem Weg · Richard Bartz, CC BY-SA 3.0Die türkisen Becken · Diego Delso, CC BY-SA 4.0
Auf dem Weg das Wadi Bani Khalid — das freundliche Gegenstück zum Wadi Shab. Ein kurzer ebener Weg führt zu großen türkisfarbenen Becken, daneben ein Restaurant. Nachmittags in die Dünen. Das Camp holt uns an der Asphaltstraße ab und fährt uns hinein. Abends Sonnenuntergang auf einer Düne, Essen am Feuer, und ein Sternenhimmel, wie man ihn in Europa nicht mehr sieht.
🛏️Fabian meint, in der Wüste reicht ein Zelt mit zwei getrennten Betten — Einzelzelte kosten hier das Doppelte. Du kannst aber auch zwei nehmen.
Etappe 4
Nizwa
Donnerstag 7. bis Freitag 8. Jänner · eine Nacht
Ziegenmarkt, Freitag früh · Andries Oudshoorn, CC BY-SA 2.0Gefeilscht wird laut · Andries Oudshoorn, CC BY-SA 2.0Nizwa Fort und Freitagsmoschee · Martin Falbisoner, CC BY-SA 4.0Jabrin Castle auf dem Weg · Sakralamn, CC BY-SA 4.0
Diese eine Nacht ist der Grund, warum ich die ganze Route umgestellt habe. Freitag früh um halb sieben ist Viehmarkt: Männer führen Ziegen und Rinder im Kreis durch den Innenhof, drumherum wird gefeilscht, Kaffee getrunken, Datteln gegessen. Das ist kein Schauspiel für Touristen — das ist echter Handel, seit Jahrhunderten, und um halb zehn ist alles vorbei. Danach das Fort mit dem runden Wehrturm und der Souk der Silberschmiede. Auf dem Weg hierher halten wir bei den Festungen von Bahla und Jabrin.
⏰Freitag um sechs aufstehen. Einmal. Das ist der Moment, den du in zehn Jahren noch erzählst.
Etappe 5
Jebel Akhdar
Freitag 8. bis Sonntag 10. Jänner · zwei Nächte
Terrassenfelder · Andries Oudshoorn, CC BY-SA 2.0Der Blick ins Tal · Philipp Weigell, CC BY 3.0Die Wege sind kurz und meist eben · Robert Haandrikman, CC BY 2.0
Zweitausend Meter hoch, und plötzlich ist alles grün. Terrassenfelder, die sich an den Hang klammern, uralte Bewässerungskanäle, Granatapfel- und Rosengärten. Wir schauen uns das verlassene Lehmdorf Wadi Bani Habib an, stehen an Dianas Aussichtspunkt — benannt nach dem Besuch der Prinzessin — und gehen gemütlich durch die Dörfer Al Ayn und Saiq.
🧥Nimm eine warme Jacke mit. Nachts wird es hier fünf bis zehn Grad, Frost ist möglich. Beide vorgeschlagenen Häuser haben Heizung.
🚙Hier steht der Polizeiposten, der nur Allradfahrzeuge hinauflässt. Die Straße ist asphaltiert, aber so steil, dass normale Autos bergab die Bremsen überhitzen.
Etappe 6
Muttrah
Sonntag 10. bis Dienstag 12. Jänner · zwei Nächte
Die Corniche von Muttrah · Matti Blume, CC BY-SA 4.0Der Hafen · Shoestring, gemeinfreiMisfat al Abriyeen auf dem Rückweg · Ji-Elle, CC BY-SA 3.0Dattelgärten am Steilhang · bint battuta, CC BY 2.0
Zurück ans Meer, diesmal in die Altstadt statt ins Geschäftsviertel. Auf dem Weg halten wir in Misfat al Abriyeen, einem Lehmdorf am Steilhang mit Wasserkanälen und Dattelgärten. Die letzten zwei Tage sind zum Auslaufen: Souk für Mitbringsel, Weihrauch und Silber, abends an der Corniche essen mit Blick auf den Hafen und die beleuchtete Festung.
📅Der 11. Jänner ist Feiertag — Sultan's Accession Day. Museen könnten zu haben, Souk und Restaurants normalerweise offen.
Das Auto
Mietwagen
1. bis 12. Jänner · elf Tage · Übernahme am Flughafen um vier Uhr früh
Muscat ist siebzig Kilometer lang, und zwischen den Etappen liegen jedes Mal zwei bis drei Stunden. Ohne Auto geht hier nichts, und Taxis würden am Ende mehr kosten. Wir holen den Wagen gleich bei der Landung ab, dann müssen wir nachts kein Taxi suchen.
⚠️Was als „SUV" verkauft wird, ist meist keiner. Hyundai Creta, Kia Sportage, Nissan Kicks — die sehen aus wie Geländewagen, haben aber nur Vorderradantrieb und werden am Berg abgewiesen. Im Fahrzeugschein muss 4WD stehen.
Extras
Touren und Eintritte
Was sich geführt lohnt
Bandar Al Khayran · Daredeep33, CC BY-SA 4.0Die Fjorde vor Muscat · Erfan.arafat, CC BY-SA 4.0Von oben · Erfan.arafat, CC BY-SA 4.0
Das meiste im Oman macht man selbst — die Straßen sind ausgezeichnet, alles ist beschildert, und Moschee, Forts, Souks und Wadis brauchen keinen Führer. Einen Guide braucht es nur an wenigen Stellen.
Alternative
Tagesausflüge ab Muscat
Falls du lieber gefahren wirst
Alles oben ist selbst geplant und selbst gefahren. Es geht aber auch anders: man bleibt in Muscat wohnen und bucht fertige Tagesausflüge mit Fahrer. Das war ja auch dein erster Gedanke. Hier die echten Preise von GetYourGuide, damit du vergleichen kannst.
Wadi Shab & Bimmah Sinkhole
Ganztags, drei bis neun Stunden, Abholung am Hotel. Gibt es als Gruppen- und als Privattour.
ab 79 € pro Person
Wadi Bani Khalid & Wahiba Sonnenuntergang
Neun Stunden, Gruppentour. Wadi und Dünen an einem Tag, abends zurück in Muscat.
ab 76 € pro Person
Nizwa mit Fort und Souk
Gruppentour ab Muscat. Achtung: Für den Ziegenmarkt müsste sie freitags früh starten — das vorher abklären.
ab 100 € pro Person
Jebel Akhdar privat, mit Fahrer
Löst das Allradproblem ohne eigenen Geländewagen: Der Anbieter stellt Fahrzeug und Fahrer. Preis pro Fahrzeug, nicht pro Person.
rund 148 € pro Fahrzeug
Mein ehrlicher Vergleich. Wenn wir alle vier Ausflüge als Gruppentouren buchen, sind wir zu zweit bei etwa 760 Euro — und schlafen trotzdem jede Nacht in Muscat, verlieren also die Wüstennacht, den frühen Ziegenmarkt und die Berge. Der Mietwagen für elf Tage kostet 600 Euro und wir sehen alles in Ruhe. Darum schlage ich das Selberfahren vor. Eine Mischung geht aber auch: billiges Auto nehmen und nur für den Jebel Akhdar einen Fahrer buchen — das wären 202 plus 148, also 350 statt 600 Euro.
Extras
Essen
Elf Tage, zwei Personen
Im Oman isst man gut und günstig, wenn man dort isst, wo die Omanis essen — gegrillter Fisch, Reis mit Safran, Shuwa. Hotelrestaurants und die Lokale an der Corniche kosten etwa das Doppelte.